Heute ist er da, Freitag der 13. Handelt es sich dabei wirklich um einen Unglückstag oder ist das Ganze nur alberner Aberglaube? Sollten wir heute lieber zu Hause bleiben, schwarze Katzen meiden und vorsichtig sein? Und was hat es mit der Zahl „13“ eigentlich auf sich?

Fast facts

Vor allem in westlichen Ländern wie Deutschland, England und USA verbinden damit viele einen Unglückstag. Die Angst vor der Zahl 13 geht sogar so weit, dass es bei einigen Fluglinien keine 13. Sitzplatzreihe gibt, viele Hotels auf die Zimmernummer 13 verzichten und in amerikanischen Hochhäusern das 13. Stockwerk fehlt.
Fakt ist, dass an Freitag, dem 13. statistisch tatsächlich mehr als an allen anderen 13. eines Monats „passiert“. Das liegt aber einfach daran, dass Freitag, der 13. im Kalender häufiger vorkommt als jede andere Kombination aus Wochentag und Datum.

Woher kommt der Aberglaube?

Seinen Ursprung hat der Aberglaube um Freitag den 13. in der Antike und im Christentum. Nach der christlichen Religion verbinden die Gläubigen mit einem Freitag Trauer und Unglück, denn an diesem Tag wurde Jesus gekreuzigt. Treffen der Unglückstag Freitag und die Unglückszahl 13 zusammen, bedeutet diese Kombination für viele Menschen doppeltes Unglück. Im Gegensatz zur 12, welche als vollendete Zahl gilt, geht die 13 nämlich über diese Ordnung hinaus und bedeutet Chaos. Schon in der Bibel galt die 12 als heilige Zahl: 12 Apostel, Tag und Nacht haben genau 12 Stunden und das Jahr umfasst exakt 12 Monate.

13, 4 und 8 – Zahlen weltweit

Andere Länder, andere Sitten – das gilt scheinbar auch für die unterschiedliche Bedeutung von Zahlen, denn nicht überall gilt die Zahl 13 als Unglückzahl. In Asien und Afrika ist sie eine Zahl wie jede andere. In der jüdischen Tradition zum Beispiel symbolisiert die Zahl 13 den Namen Gottes und wird deshalb sogar als glücksbringende Zahl angesehen. China und Japan hingegen fürchtet sich vor der Zahl 4. Der Grund: Das Wort „vier“ („si“ auf Chinesisch) klingt bei der Aussprache so ähnlich wie das chinesische Wort für Tod. Glück bringen soll im abergläubischen China dafür die Acht. Für Autokennzeichen mit der Zahl 8 greifen die Chinesen dann auch besonders tief in die Tasche, hier werden zum Teil fünfstellige Beträge gezahlt.