Wer kennt es nicht? Man öffnet die Waschmaschine und was lugt aus der Trommel hervor? Ein ramponierter 5-Euro-Schein. Aber keine Sorge – auch zerrissene oder beschädigte Geldscheine sind noch als gesetzliches Zahlungsmittel gültig.
In der Regel bleibt eine Banknote nicht länger als zwei Jahre im Umlauf. Geldscheine sind aus Spezialpapier gefertigt und stecken hohe Belastungen in der Regel gut weg.
Doch was fängt man nun mit Geldscheinen an, die glatt zerrissen oder arg beschädigt sind?

Wann werden Banknoten ersetzt?

Beschädigte Banknoten können ohne Probleme in Ihrer Hausbank umgetauscht werden. Wichtig dabei jedoch ist: Es muss noch über die Hälfte des Geldscheins vorhanden sein.
Ist der Schein stärker beschädigt, hat Brandlöcher, es fehlt ein Teil oder er ist gar in viele kleine Einzelteile zerlegt, dann schicken Sie ihn besser zur Deutschen Bundesbank.

Grundsätzlich gilt:
Die Bundesbank leistet für beschädigte Euro- und DM-Banknoten Ersatz, wenn entweder mehr als die Hälfte des Geldscheins vorgelegt wird oder nachgewiesen wird, dass die fehlenden Teile von Geldscheinen, von denen die Hälfte oder weniger vorgelegt wird, vernichtet wurde.
Deshalb ist es wichtig, dass Sie in einem solchen Fall selbst die kleinsten Teile der Banknote beilegen und gut verpacken. Der Einsendung legen Sie dann diesen Erstattungsantrag bei.
Die Erstattung durch die Bundesbank erfolgt kostenlos.

Wann wird Münzgeld ersetzt?

Die Bundesbank ersetzt nicht nur Geldscheine, sondern auch Euro-Münzen. Allerdings nur, wenn das Münzgeld aufgrund langer Umlaufdauer oder eines unerwarteten Vorfalls nicht mehr für Zahlungen geeignet ist. Wurde das Geld aber mutwillig verändert, lehnt die Bundesbank die Erstattung ab. Außerdem vom Umtausch ausgeschlossen sind Euro-Münzen, die verfälscht oder bereits von der Deutschen Bundesbank oder den Zentralbanken des ESZB (Europäisches System der Zentralbanken) umgetauscht und entwertet wurden. Wer sich unsicher ist, ob ein Anspruch auf Umtausch besteht, kann sich an das Nationale Analysezentrum für beschädigtes Bargeld wenden.